{"id":413,"date":"2014-12-04T06:22:13","date_gmt":"2014-12-04T04:22:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sprachboerse.de\/?page_id=413"},"modified":"2015-12-02T14:31:31","modified_gmt":"2015-12-02T12:31:31","slug":"studienkolleg-leseverstehen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sprachboerse.de\/ru\/deutsch-sprachkurse\/studienkolleg-leseverstehen\/","title":{"rendered":"\u041f\u0440\u043e\u0431\u0430 \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f \u0438 \u043f\u043e\u043d\u0438\u043c\u0430\u043d\u0438\u044f \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442\u0430"},"content":{"rendered":"<p>\u041d\u0430 \u0432\u0441\u0442\u0443\u043f\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u043e\u043c \u044d\u043a\u0437\u0430\u043c\u0435\u043d\u0435 \u0432 Studienkolleg \u0412\u0430\u043c \u043d\u0435\u043e\u0431\u0445\u043e\u0434\u0438\u043c\u043e \u043f\u0440\u0435\u043e\u0434\u043e\u043b\u0435\u0442\u044c \u043f\u0440\u043e\u0431\u0443 \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f \u0438 \u043f\u043e\u043d\u0438\u043c\u0430\u043d\u0438\u044f \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442\u0430.<\/p>\n<p>\u0412\u043e\u0442 \u043e\u0434\u0438\u043d \u043f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440 (\u043c\u043e\u0436\u043d\u043e \u0441\u043a\u0430\u0447\u0430\u0442\u044c \u0432 \u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0442\u0435 PDF):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Blindenschrift<\/p>\n<ol>\n<li>Das Augenlicht zu verlieren oder blind auf die Welt zu kommen: Nur die wenigsten Sehenden k\u00f6nnen nachvollziehen, was dies f\u00fcr die Betroffenen bedeutet. Dennoch gab es schon vor ein paar Jahrhunderten den Versuch, Blinden B\u00fccher und andere Texte, wie zum Beispiel Briefe, zug\u00e4nglich zu machen. Diese sogenannten Blindenschriften wurden von Sehenden entwickelt, die zwar mit gut gemeinten Vors\u00e4tzen ans Werk gingen, aber die Bed\u00fcrfnisse und M\u00f6glichkeiten der Blinden oft nicht verstanden oder verkannten.\u00a0 Die Augen wurden zu damaliger Zeit in der Regel durch den Tastsinn ersetzt, heutzutage werden Texte auch von Sprachprogrammen \u00fcber den Computer vorgelesen, Spracherkennung erm\u00f6glicht es nun Blinden und Sehbehinderten, Texte und E-Mails per Diktat zu verfassen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Doch die \u00fcblichste aller Blindenschriften, die sich beispielsweise gegen das Moon-Alphabet von William Moon aus dem Jahre 1845 durchsetzte, ist die Braille-Schrift. Der Franzose Luis Braille, der mit vier Jahren erblindete, hatte sie bereits 1825 erfunden. Nachdem er sich ein Auge verletzt hatte, dieses sich entz\u00fcndete und das andere Auge in Mitleidenschaft zog, verlor er das Augenlicht. Der junge Braille lie\u00df sich jedoch durch seine Erblindung nicht entmutigen, sondern suchte nach einem Weg, Literatur wieder selbst zu lesen, statt darauf zu warten, dass ihm jemand vorlas. Ein blinder Schulkamerad berichtete ihm von einer Landkarte, bei der die Buchstaben gepr\u00e4gt und dadurch ganz leicht zu ertasten waren. Brailles Blindenlehrer lie\u00df daraufhin mehrere Dokumente in einer ______ Schrift anfertigen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Braille experimentierte weiter. In der Werkstatt seines Vaters, eines Schusters, arbeitete er eine Weile an einem Entwurf mit Dreiecken und Vierecken, der ihn aber nicht zufrieden stellte. Schlie\u00dflich lernte er mit elf Jahren einen Soldaten kennen, der ihn mit der Nachtschrift vertraut machte, einer milit\u00e4rischen Erfindung, die Soldaten im Feld die M\u00f6glichkeit geben sollte, Karten und \u00e4hnliches auch in v\u00f6lliger Dunkelheit entziffern zu k\u00f6nnen. Braille machte sich mit der komplizierten Schrift aus Zeichen und Zahlen vertraut, die auf Silben und Punkten aufbaute, und vereinfachte sie. Sechs Punkte ergeben 64 Kombinationsm\u00f6glichkeiten, um das Alphabet und Sonderzeichen darzustellen. Mit 16 Jahren hatte Braille ein funktionierendes System entwickelt, das heute Blinden weltweit dient.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li>Die Erhebungen im Papier er\u00f6ffneten ein einfaches und stimmiges System f\u00fcr Blinde, um eigenst\u00e4ndig lesen und schreiben zu k\u00f6nnen. Braille hoffte, auch anderen Blinden damit helfen zu k\u00f6nnen. Als Beispiel \u00fcbertrug er die St\u00fccke des englischen Autors John Milton in die neue Schrift, schlie\u00dflich war Milton ebenfalls blind. Bei einem Vortrag las er aus Miltons Werken vor, wurde aber nicht ernst genommen, sein Publikum glaubte, er habe die Passagen auswendig gelernt. Auch der um Hilfe ersuchte franz\u00f6sische Innenminister zeigte wenig Interesse, das Projekt zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"5\">\n<li>Braille lie\u00df sich davon nicht entmutigen, auch nicht vom neuen Direktor der Blindenschule, der die Schrift sogar verbot. Erst 1950, nur zwei Jahre vor Brailles Tod, wurde die Braille-Schrift offiziell als Blindenschrift an den franz\u00f6sischen Blindenschulen eingef\u00fchrt, doch seitdem ist sie ein weltweiter Erfolg. Jeder Buchstabe wird aus drei Zeilen mit je zwei Punkten abgebildet. Das System bildet alle Buchstaben des Alphabets ab. Auch am Computer kommt die Braille-Schrift zum Einsatz. Dort k\u00f6nnen die Buchstaben ertastet werden. Da am Computer viel mehr Zeichen gebraucht werden, hat die Braille-Tastatur vier Buchstaben-Reihen statt der \u00fcblichen drei.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"6\">\n<li>Auf diese Weise k\u00f6nnen Blinde und Sehbehinderte fast v\u00f6llig uneingeschr\u00e4nkt mit dem Computer arbeiten. Auch blinde Musiker sind dank Braille nicht mehr eingeschr\u00e4nkt, denn Louis Braille, selbst begeisterter Orgelspieler, entwickelte 1828 auch eine Notenschrift. Dank seiner Innovation k\u00f6nnen Blinde heute ganz selbstverst\u00e4ndlich als Berufsmusiker arbeiten. Die Notenschrift ist inzwischen international ________. Die Punktschrift hat Sehbehinderten und Blinden viel Eigenst\u00e4ndigkeit wiedergegeben. Sie k\u00f6nnen zwar nicht alle Berufe aus\u00fcben, aber immerhin fast alle.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"7\">\n<li>Viele literarische Werke wurden in Braille \u00fcbertragen, die erste Bibliothek f\u00fcr Blinde in Deutschland er\u00f6ffnete in Leipzig 1894. Auch andere St\u00e4dte bieten Ausleihe und Fernleihe von B\u00fcchern in Braille an. Sie sind dicker als die \u00fcblichen Druckerzeugnisse, weil das Papier dicker sein muss. Wer aber glaubt, die Seiten seien nur auf einer Seite \u201ebeschrieben\u201c erliegt einem Irrtum. Sie werden beidseitig gepr\u00e4gt, weil die Finger nur die Erh\u00f6hungen ertasten k\u00f6nnen. Durch eine leicht versetzte Drucklegung k\u00f6nnen so beide Seiten eines Blattes genutzt werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>0 Aufgabe in Bezug auf den gesamten Text:<\/p>\n<p>Welche \u00dcberschrift passt zum <strong>ganzen<\/strong> Text<\/p>\n<ul>\n<li>Chancenerweiterung f\u00fcr Blinde<\/li>\n<li>Ein beeindruckendes System f\u00fcr Taubstumme<\/li>\n<li>Interessante Texte f\u00fcr Blinde<\/li>\n<li>Vom Blinden zum Sehenden<\/li>\n<\/ul>\n<p>1 Welcher Begriff passt zum ersten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>Textentwicklung<\/li>\n<li>Blindenwerkstatt<\/li>\n<li>Hilfsma\u00dfnahmen<\/li>\n<li>Sprechbed\u00fcrfnis<\/li>\n<li>Computerprogramm<\/li>\n<\/ul>\n<p>2 Welche Aussage ist laut erstem Abschnitt richtig?<\/p>\n<ul>\n<li>Die ersten von Blinden entwickelten Blindenschriften hatten einige M\u00e4ngel.<\/li>\n<li>Schon vor vielen Jahren wurde nach Mitteln und Wegen gesucht, Sehbehinderten den Zugang zu geschriebenen Texten zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Weil Blinde schlechter f\u00fchlen k\u00f6nnen als Sehende, wurde mussten sie fr\u00fcher mithilfe ihrer Augen Texte lesen.<\/li>\n<li>Im Gegensatz zu fr\u00fcher k\u00f6nnen Blinde heutzutage am Computerbildschirm Texte\u00a0 lesen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>3 Welches Wort fehlt im zweiten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>diesen<\/li>\n<li>jenen<\/li>\n<li>selben<\/li>\n<li>solchen<\/li>\n<li>einzigen<\/li>\n<\/ul>\n<p>4 Welche Aussage passt zum dritten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>Sechs Punkte f\u00fcr das Milit\u00e4r<\/li>\n<li>Inspiration f\u00fcr ein neues System<\/li>\n<li>Kompliziertes Alphabet f\u00fcr Blinde<\/li>\n<li>N\u00e4he zum n\u00e4chtlichen Milit\u00e4r<\/li>\n<\/ul>\n<p>5 Welche Aussage passt zum vierten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>Der Innenminister sch\u00e4tzte die Idee<\/li>\n<li>Man hielt ihn f\u00fcr einen Betr\u00fcger<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die gepr\u00e4gte Schrift war zu teuer<\/li>\n<li>John Milton nutzte die Schrift als Erster<\/li>\n<\/ul>\n<p>6 Welche Aussage ist laut f\u00fcnftem\u00a0 Abschnitt richtig?<\/p>\n<ul>\n<li>Obwohl die Braille-Schrift sehr lange nicht akzeptiert wurde, ist sie bis zum heutigen Tage ein voller Erfolg.<\/li>\n<li>Auch wenn man f\u00fcr die Blindenschrift mehr Zeichen braucht, ben\u00f6tigen heutige Computer mehr Tasten daf\u00fcr als gew\u00f6hnliche Computer.<\/li>\n<li>Weil die Braille-Schrift lange verboten war, war sie sehr erfolgreich.<\/li>\n<li>Weil das System nur wenige Buchstaben darstellen konnte, war es lange Zeit nicht erfolgreich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>7 Welcher Begriff passt zum sechsten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>Orgelschrift<\/li>\n<li>Entwicklungsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Klanginnovation<\/li>\n<li>Sehhilfen<\/li>\n<li>Vollzeitjob<\/li>\n<\/ul>\n<p>8 Welches Wort fehlt im sechsten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>publiziert<\/li>\n<li>standardisiert<\/li>\n<li>stagniert<\/li>\n<li>regeneriert<\/li>\n<li>ignoriert<\/li>\n<\/ul>\n<p>9 Was bedeutet die Aussage zu den \u201e \u201eDruckerzeugnissen\u201c im siebten Abschnitt?<\/p>\n<ul>\n<li>Texte in Braille sind dicker als Zeugnisse von gew\u00f6hnlichen Druckern<\/li>\n<li>Durch das dickere Papier, das f\u00fcr die Brailleschrift ben\u00f6tigt wird sind B\u00fccher in Blindenschrift im Verh\u00e4ltnis dicker als normale B\u00fccher.<\/li>\n<li>Durch das Lesen der Brailleschrift werden Blinde oft unter Druck gesetzt.<\/li>\n<li>Obwohl die B\u00fccher in Brailleschrift gedruckt werden, sind sie umfangreicher.<\/li>\n<\/ul>\n<p>0 Punktschrift, eine pr\u00e4gende Idee<\/p>\n<p>1 Mitteilungsbed\u00fcrfnis<\/p>\n<p>2 Blinde m\u00f6chten Eigenst\u00e4ndigkeit<\/p>\n<p>3\u00a0 Mitleidenschaft<\/p>\n<p>4 Eine Bekanntschaft lieferte den entscheidenden Hinweis<\/p>\n<p>5 Man hielt ihn f\u00fcr einen Betr\u00fcger<\/p>\n<p>6\u00a0 abermals<\/p>\n<p>7 Braille konnte Musik nicht ausstehen<\/p>\n<p>8 eigenst\u00e4ndig<\/p>\n<p>9 Etwas falsch annehmen<\/p>\n<a href=\"\/pdf\/Studienkolleg_Leseverstehen.pdf\" class=\"medium square otw-button\">\u0421\u043a\u0430\u0447\u0430\u0442\u044c<\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u041d\u0430 \u0432\u0441\u0442\u0443\u043f\u0438\u0442\u0435\u043b\u044c\u043d\u043e\u043c \u044d\u043a\u0437\u0430\u043c\u0435\u043d\u0435 \u0432 Studienkolleg \u0412\u0430\u043c \u043d\u0435\u043e\u0431\u0445\u043e\u0434\u0438\u043c\u043e \u043f\u0440\u0435\u043e\u0434\u043e\u043b\u0435\u0442\u044c \u043f\u0440\u043e\u0431\u0443 \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f \u0438 \u043f\u043e\u043d\u0438\u043c\u0430\u043d\u0438\u044f \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442\u0430. \u0412\u043e\u0442 \u043e\u0434\u0438\u043d \u043f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440 (\u043c\u043e\u0436\u043d\u043e \u0441\u043a\u0430\u0447\u0430\u0442\u044c \u0432 \u0444\u043e\u0440\u043c\u0430\u0442\u0435 PDF): &nbsp; Blindenschrift Das Augenlicht zu verlieren oder blind auf die Welt zu kommen: Nur die wenigsten Sehenden k\u00f6nnen nachvollziehen, was dies f\u00fcr die Betroffenen bedeutet. 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